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GMI
Die Welt steht am Abgrund
von zwei eng miteinander
verknüpfter Katastrophen.
Die USA, der Motor der
Weltwirtschaft, ist
heillos überschuldet. Die
Regierung Bush hat so viel
Schulden angesammelt, wie
alle Regierungen seit der
Unabhängigkeit von 1776
zusammen. Täglich müssen
die USA sich mehr als 2
Milliarden Dollar leihen,
um ihre Wirtschaft
weiterführen zu können;
zurückzahlen können sie
ihre Verbindlichkeiten
nicht. Experten befürchten
einen finanzpolitischen
Tsunami, der die
Weltwirtschaft in den
Abgrund reißen könnte. Die
Herrschenden in den USA
werden von einer weiteren
drängenden Herausforderung
geplagt: Aufgrund seines
rasanten Wachstums, droht
China die USA in wenigen
Jahren wirtschaftlich
überholt zu haben. Es
steht ein gewaltiger
Umbruch in der
imperialistischen
Weltordnung.
Die Herrschenden in den
USA werden von einer
weiteren drängenden
Herausforderung geplagt:
Aufgrund seines rasanten
Wachstums, droht China die
USA in wenigen Jahren
wirtschaftlich überholt zu
haben. Es steht ein
gewaltiger Umbruch in der
imperialistischen
Weltordnung bevor. Nur wer die unlösbare
ökonomische Zwickmühle der
herrschenden Klasse in den
USA erfasst, kann die
Zusammenhänge von Handelsbilzanzdefizit,
Überschuldung,
imperialistischem
Machtverlust und
permanenter Kriegsführung
verstehen. Nur mit einem
Verständnis für die
drohende Schärfe der
kommenden Krise und der
nächsten Kriege kann die
Linke weltweit die
Eskalationsstrategie der
USA durchschauen und muss
sich nicht von
Täuschungsmanövern und
Wahlversprechen möglicher
Präsidentschaftskandidaten
ablenken lassen. Der amerikanische
Vizepräsident Cheney
sprach von 20, 30 oder gar
40 Jahren Krieg. Wir müssen diese Drohung
ernst nehmen. Die
Strategie der USA zielt
offen auf eine permanente
Eskalation des Krieges. Auf eine „sanfte" oder
kontrollierte Ablösung der
USA als „Weltmacht Nummer
Eins" kann man nicht
hoffen. Bei der riesigen
Staatsverschuldung würde
die USA nicht nur einfach
auf Platz zwei abrutschen,
sondern schnell auf
tiefere Ränge fallen und
die ganze Weltwirtschaft
in einen Abwärtssog mit
sich reißen. Die
herrschende Klasse der USA
mit ihrer Galionsfigur
George W. Bush setzen all
ihre Hoffnungen auf einen
permanenten und
eskalierenden Krieg, um
ihre drohende Ablösung
abzuwenden. Die von Rosa
Luxemburg aufgezeigte
Alternative zwischen
„Sozialismus oder
Barbarei" stellt sich
stärker denn je.
Drohende
Katastrophe Nummer Eins:
Die drohende
Weltwirtschaftskrise
Die USA sind heillos
überschuldet. Die
Staatsverschuldung beträgt
8,8 Billionen Dollar (Ich
verwende hier durchgängig
die deutsche Schreibweise.
Die US-Schreibweise bei
dieser Summe: 8,8
Trillion) und wächst
jährlich um etwa 10
Prozent. Zu den 8,8
Billionen Dollar
Staatsverschuldung kommen
noch weitere 42 Billion
Dollar Schulden von
Bundesstaaten, Kommunen
und Privathaushalten.
Jeder US-Bürger, der neu
auf die Welt kommt, wird
mit 130.000 Dollar
Schulden geboren. Wesentlicher Grund für die
immense Verschuldung ist
ein rasch wachsendes
Handelsbilanzdefizit. Noch
1990 betrug das Defizit
etwa 100 Mrd. Dollar; in
den letzten Jahren ist es
immens gewachsen: Im Jahr
2000 auf 400 Mrd., 2001
auf 380 Mrd., 2002 auf 430
Mrd. Dollar. Ab 2003
beschleunigte sich das
Minus in der Handelsbilanz
noch mal und wuchs auf 500
Mrd., 2004 auf 620 Mrd.,
2005 auf 720 Mrd. und 2006
auf 764 Mrd. Dollar.
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